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CARVINGRACKET - Das Racket der Zukunft?

NEOXXLINE International aus Berlin ist Entwickler des CARVINGRACKETS, eines ergonomisch geformten Hightech-Tennisschlägers aus 100% Carbon. Der automatisch nach oben stehende Kopf und der gebogene Griff sollen zahlreiche Vorteile bringen: besserer Volley, verbesserte Aufschläge, mehr Slice, mehr Spin und mehr Entspannung. Außerdem soll das CarvingRacket helfen, den gefürchteten Tennisarm zu vermeiden. Nachdem Thomas Emmrich mit dem CarvingRacket deutscher Meister und Europameister in der Klasse 50+ geworden ist, könnte an der Geschichte vielleicht etwas dran sein. Wir befragten Ulrich Reuther, Stratege und Verkaufsleiter bei Neoxxline:

Frage: Ulrich, wenn man dem glaubt, was Du über das CarvingRacket sagst, handelt es sich ja um eine echte Wunderwaffe.
Ulrich: Nein, unser Racket ist sicher keine Wunderwaffe, sondern bietet durch seine Formgebung einige deutliche Vorteile, die wir jedem zeigen und erklären können, der sich dafür interessiert.

Frage: Dann erklär auch mir bitte die Vorteile:
Ulrich: Beim  Aufschlag, Volley und Slice sind die Vorteile sofort verständlich:
Durch den gekrümmten Griff kann der  Schläger nicht aus der Hand rutschen. Und deshalb kann man mit ganz entspanntem Handgelenk sehr hart aufschlagen ohne befürchten zu müssen, dass der Schläger aus der Hand rutscht. Vor allem bemerkenswert für Profis ist die Möglichkeit zu einem sensationellen Außendrall und einem verbesserten Kickaufschlag.
Was den Volley betrifft: Hier können wir uns gleich so bewegen, wie die Natur es vorgibt. Wir sind gewöhnt, zum Volley das Handgelenk anzuwinkeln. Mit dem CarvingRacket ist das nicht mehr nötig, und wir müssen lernen, dass mit ganz natürlicher Haltung bereits die ideale Kopfposition des Schlägers erreicht wird. Das hilft auch im Sinne des Tennisarmproblems. Nachweislich. Ein weiterer Effekt des hochgestellten Schlägerkopfes ist eine verlängerte Reichweite. Selbst bei voll ausgestrecktem Arm und dazu parallelem Racket zeigt der Schlägerkopf nach oben. Und am Boden entsteht mehr Kontrolle für Flugbälle bzw. Halbflugbälle: es wird mehr Fläche abgedeckt, sogar ohne sich bücken zu müssen. Ob beim Topspin oder Slice, der Effekt ist generell einfach stärker, weil sich durch den verlängerten Sweetspot und den diagonalen Ballanschnitt mehr Reibung zwischen Saiten und Ball entwickelt.

Frage: Wenn der Schläger diese Vorteile alle hat, warum wird er Euch nicht schon längst von den Profis aus der Hand gerissen?
Ulrich: Wir sind fest davon überzeugt, dass die große Welle noch kommen wird. Wie der Carvingski den traditionellen Ski nahezu abgelöst hat, wir das CarvingRacket große Teile des traditionellen Racketmarktes substituieren. Es ist aber nicht so, dass man uns um den Hals fällt „endlich ist das CarvingRacket da“, sondern kurioserweise sind vor allem die Profis besonders skeptisch. Es ist aber auch schwer. Das CarvingRacket anzuerkennen heißt, dass eine Umstellung nötig wird, und dass man die ganzen letzten Jahre vielleicht etwas verpasst hat, weil es einfach noch nicht da war. Diese Erkenntnis macht erstmal keine Freude. Außerdem ist es grundsätzlich schwer, ein einmal eingeschliffenes Bewegungssystem zu verändern. Man kann zwar mit dem CarvingRacket sofort spielen, aber die richtigen Vorteile bekommt man erst dann zu spüren, wenn man sich eine Weile darauf einlässt und z.B. verlernt, das Handgelenk beim Volley anzuwinkeln. Dieses Verlernen ist gerade für Profis enorm schwer, weil das gesamte Bewegungssystem nun mal auf gerade Rackets eingespielt ist. Wir müssen also die Vorteile des neuen CarvingRacket unermüdlich kommunizieren. Das ist wie eine Mission. Wer sich dann einlässt, wird belohnt und bessere Ergebnisse erzielen. Thomas Emmrich, der die Vorteile des CarvingRackets schnell gespürt hat, bestätigt uns fast täglich, dass er mit weniger Anstrengung besser spielt als vorher. Auch von den 10 besten deutschen Spielerinnen 40+ spielen bereits 2 das CarvingRacket.

Frage: Wie reagieren denn Anfänger?
Ulrich: Es ist viel einfacher. Anfänger und junge Spielern gehen unvoreingenommen an das CarvingRacket ran. Sie spüren sofort den Vorteil, wenn sie zwischen geraden und CarvingRackets wechseln: Das CarvingRacket liegt z.B. sofort besser in der Hand.

Frage: Wieso sind andere große Firmen mit großen Budgets für Forschung nicht schon längst auf diese Idee gekommen?
Ulrich: Es gab ja bereits Schläger, die mit veränderten Formen gearbeitet haben, wie der Ergonom von Snauwaerd, oder auch Voelkl hatte mal ein Racket mit gekrümmtem Griff. Wir sind da nicht die ersten, die über so etwas nachdenken. Aber keines dieser Rackets war konsequent zu Ende gedacht, es entstanden z.B. seitliche Drehmomente, und letztlich waren die Schläger unbrauchbar. Große Rackethersteller lassen sich sowieso nur selten auf Experimente ein. Das Risiko eines Imageschadens ist einfach viel zu hoch, mit etwas so grundlegend Neuem daherzukommen. Denn erst einmal ist die Tennisbranche eine Traditionsbranche mit viel Markenbewusstsein, die sich nur in kleinen Schritten verändern kann. Hier genau ist die Chance für eine kleine innovative Firma wie uns, Fuß zu fassen und eine Welle auszulösen.

Frage: Wie wollt Ihr denn diese Veränderung als kleine Firma bewerkstelligen?
Ulrich: Dieses Thema, eigentlich ein soziales Thema, ist unter dem Strich unser Hauptthema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen. In der Computerbranche wären wir mit unserer Erfindung schon längst am Markt äußerst erfolgreich, weil das CarvingRacket echte objektiv nachweisbare Vorteile hat. Diese Vorteile müssen wir in Deutschland permanent kommunizieren, damit sie wahrgenommen werden. Wir stellen aber auch fest, dass es große nationale Unterschiede gibt, z.B. finden Russen, Amerikaner und Japaner das CarvingRacket spontan klasse. Wir stellen deshalb gerade erste internationale Kontakte her, was äußerst erfreulich anläuft. In good old Europe gilt häufig das Motto: Kenn ich nicht, will ich nicht. Deshalb gilt für uns in Deutschland: Dieser Weg wird kein leichter sein (summt und lacht).

Frage: Ihr seid also ärgerlich auf die Deutschen?
Ulrich: Nein, das Kuriose ist ja, wir sind doch selbst Deutsche, und ich bin ja auch selbst nicht wirklich anders. Ich würde wahrscheinlich auch denken, die wollen mich verschaukeln, das ist doch kein Tennisschläger. Insofern verstehen wir das ja. Unser Fazit ist ganz klar: Wir haben die Zeit und wir werden nicht eher aufhören, bis wir uns mit dem CarvingRacket den verdienten Platz in der Tennislandschaft erkämpft haben. Auch spielt das Design des Schlägers eine viel größere Rolle für die Kaufentscheidung, als wir anfangs dachten. Wir haben deshalb intensiv am Design des Rackets gearbeitet und mit der neuen Serie ein Racket auf den Markt gebracht, das sich neben den Marktführern mehr als sehen lassen kann.
Und wir glauben an das Motto: Was wirklich gut ist wird sich auch durchsetzen. Wir haben bereits Pläne, wie genau wir das erreichen werden. Es wird irgendwann den Wendepunkt geben, dann ist es schick und sexy, mit einem CarvingRacket auf den Platz zu kommen.

Dann wünschen wir Euch dass das nicht mehr allzu lange dauern wird! Danke für das Gespräch.